Die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts - ein politischer Überblick

"… und ihr spielt also Mittelalter?"
"Wenn man das so nennen will. Wobei wir ja nicht das GANZE Mittelalter darstellen. Nur einen kleinen Teil davon."
"Aha … und welchen?"
"Letztes Drittel des 12. Jahrhunderts."

An dieser Stelle bekomme ich meistens leicht verwirrte Blicke und hin und wieder ein etwas unsicheres Nicken.

Konfrontiert mit jenem Blick, setze ich für gewöhnlich "Barbarossa", "Richard Löwenherz" und "Saladin" hinterher. Bei Österreichern funktioniert auch "Babenberger" und eventuell "Privilegium Minus" noch ganz gut.

Schon wird das Nicken heftiger. Die Meisten können mit diesen Stichworten, gestützt durch die Medien und Resten vom Geschichtsunterricht, etwas anfangen.

Und für gewöhnlich belasse ich es auf einem Markt auch dabei. Außer natürlich, jemand fragt weiter, DANN wird die Erklärung auch mal länger. Und diese ganz lange Version möchte ich euch nicht vorenthalten :) Dazu kommt ihr aber besser herein und setzt euch hin :)

Kommt herein und setzt euch zu uns. Tor aus den Pyrenäen aus dem 12. Jahrhundert.
Tor aus dem 12. Jahrhundert, Pyrenäen.
(Bildquelle: Metropolitan Museum of Art)


Beginnen wir mit den Grundlagen:


Die Lebensumstände

Klimatisch beeinflusst die sogenannte "Mittelalterliche Warmzeit" unsere Darstellungszeit - das ist eine Periode der Erwärmung, die ungefähr zwischen 1100 und 1300 eingeordnet wird. Diese Erwärmung bringt, zumindest im nördlichen Europa, milde Winter, gute Ernten und eine entsprechende Bevölkerungsexplosion.
Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich auf Wikipedia noch eingehender informieren.

Politisch ist unsere Zeit durch eine stabile Reichsregierung gekennzeichnet. 1152 übernimmt der Staufer Friedrich I., genannt Barbarossa (Rotbart) als Römisch-Deutscher König die Macht im Reich und wird 1155 zum Römisch-Deutschen Kaiser gekrönt.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa
Der 'Cappenberger Barbarossakop', eine Büste von Friedrich I. Barbarossa. Entstanden um 1160. Das Band um den Kopf ist wahrscheinlich eine Referenz zu ähnlichen Darstellungen römischer Kaiser.
(Bildquelle: Wikimedia Commons)

Vor ihm herrschten Unruhe und Unsicherheit was die jeweiligen Deutschen Könige anging. Es gab mehrfache Machtwechsel und Gegenkönige - mit Allem, was das für die Bevölkerung bedeutet. Sprich: mehr oder weniger heftige Auseinandersetzungen, ständig wechselnde Rechtsauffassungen, allgemeine Unruhe.

Friedrich Barbarossa jedoch schafft es – natürlich nicht alleine, sondern mit Hilfe vieler anderer Faktoren - seinem Reich einen dauerhaften Frieden zu geben. Wobei es immer wieder einmal lokale Auseinandersetzungen gibt. Allerdings hat nichts davon größere Ausdehnung. Friedrich findet auch mit den Reichsfürsten großteils einen Konsens und vereinheitlicht das Recht.

Wenigstens nördlich der Alpen. Denn südlich davon ... DAS ist noch einmal eine ganz andere Geschichte, zu der ich später noch kommen werde.

Für uns ist wichtig: Alle größeren Konflikte dieser Zeit finden außerhalb unserer Breiten statt. In unserer Gegend gibt es mehr als genug zu essen, keine größeren Kriege und damit eine verhältnismäßig ruhige, produktive Gesellschaft. Folgt man der Geschichte ein wenig, ist schnell klar, wie selten die Kombination ist - vor Allem für eine längere Zeitspanne.


Anfänge

Diese Kombination von günstigen Lebensumständen gebiert auch auf dem rein geistigen Sektor Neuerungen. Zusammengefasst werden diese neuen Denkweisen gerne unter dem Begriff der 'Renaissance des 12. Jahrhunderts'.

Ich will auf die großen, philosophischen Zusammenhänge in diesem Rahmen jetzt gar nicht eingehen  - das würde deutlich zu weit führen - aber Alles in Allem haben sich viele theologische Betrachtungen dem Menschen zugewandt. 'Weg vom Dogma, hin zum Individuum' könnte man es vielleicht zusammenfassen. Man setzte sich mit der Natur, mit den antiken Philosophen auseinander und teilte Wissen und Erkenntnis. Auch im Rahmen fixer Stätten der Gelehrsamkeit, aus denen sich in dieser Zeit die ersten Universitäten entwickeln.

Es ist, wie es immer ist: Wenn es den Leuten gut geht, haben sie Zeit zu denken, Zeit großzügig zu sein, Zeit das Leben optimistisch zu betrachten, Zeit dem Individuum Raum zu geben.

Es sei hier auch erwähnt, dass der Begriff der ‚Renaissance des 12. Jhds‘ nicht ganz unumstritten ist. Eine sehr gute Abhandlung bzw. Zusammenfassung zum Thema, samt Erklärung, warum der Begriff eben doch seine Berechtigung hat, gibt es von Alexander Fidora und Andreas Niederberger von der Universität Frankfurt unter dem Titel 'Der Streit um die Renaissance im 12. Jahrhundert - Eine Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Humanismus, Wissenschaft und Religiosität'.

Auf der konkreteren, materiellen Seite ist das 12. Jhd Geburtsstunde für eine Menge jener Dinge, die für uns heute selbstverständlich ist.

  • Die Stadt beginnt langsam wichtiger zu werden – die bestehenden Städte wachsen, es werden viele neue gegründet und damit der Handel weiter forciert.
  • Wichtiger wird auch eine institutionalisierte Lehrtätigkeit, aus der – wie oben erwähnt - ein Jahrhundert später die ersten Universitäten hervorgehen.
  • Auch Vieles, was man ganz konkret mit dem Mittelalter verbindet, nimmt zu dieser Zeit seinen Anfang. Das Rittertum und die ritterlich-höfische Gesellschaft, wie man sie heute als so typisch wahrnimmt, zum Beispiel, oder die Zünfte.
  • Mit der Einführung des römischen Rechts durch Barbarossa ist das 12. Jahrhundert auch der Beginn unseres heutigen Rechtsstaates.
  • Und natürlich ist das Ende des 12. Jahrhunderts die Zeit der beginnenden Gotik. Die ersten, großen, nach oben strebenden Kathedralen wurden erbaut.

Die Kathedrale van Chartres, Frankreich, erbaut von 1194 bis 1260
Die Kathedrale van Chartres, Frankreich, erbaut von 1194 bis 1260. Lithografie von Jean-Baptiste-Antoine Lassus, 1857.
(Bildquelle: Wikimedia Commons)

Vieles davon – Bautätigkeit, Gelehrsamkeit, Handel regen natürlich auch die Reisebereitschaft an – und damit Kommunikation, Austausch jeder Art quer durch das heutige Europa, wiederrum unterstützt und angeregt durch die günstigen Lebensumstände zu dieser Zeit.


Goldenes Zeitalter? Sicherlich nicht.

Nun darf man aber nicht den Fehler machen, diese Zeitspanne in einem zu romantisch-idealisierten Licht zu sehen. Oder anders formuliert: Es war nicht alles rosa und fluffig.

Denn natürlich gab es Krankheit, Seuchen, Hunger, Grausamkeit, auch Rechtlosigkeit und Verbrechen. Und, wie erwähnt, durchaus auch Auseinandersetzungen.

Natürlich starben viele Frauen im Kindbett und viele Kinder in ihren ersten Lebensjahren. Überhaupt war der Tod sehr viel gegenwärtiger als heute. Man starb schneller, jünger, sicher oft schmerzvoller.

Und natürlich waren die Menschen eben Menschen und keine Engel.

Trotzdem - im Vergleich zu anderen Perioden der Geschichte war diese Zeit für unsere Breiten eine der besseren.


Politik und Konflikt

Moment. warum haben uns Konflikte zu interessieren, die uns doch gar nicht direkt berühren? Weil große Politik immer, auf die eine oder andere Weise, ihre Auswirkungen hat. Auch auf die, die mit ihr nicht viel zu schaffen haben. Besonders, wenn es tatsächlich zu Auseinandersetzungen kommt.

Aus der Sicht unseres Kaisers betrachtet lautet das wichtigste Stichwort in diesem Zusammenhang 'Heerfolge'.

In den gar nicht einfachen, rechtlichen Details dieser Zeit gibt es in der Regelung der Heerfolge unendlich viele Ausnahmen, Detailregelungen, Abmachungen. Wer ist wem wann und unter welchen Umständen die Heerfolge schuldig? Jeder ist zu dieser Zeit auf die eine oder andere Weise jemandem verpflichtet – aber das aufzudröseln ist eine Wissenschaft für sich.

Ganz einfach formuliert bedeutet „Heerfolge“ aber, dass jeder Lehensmann seinem Lehensherrn im Kriegsfall Leute und Ausrüstung schuldet.

Das wiederrum bedeutet, dass ein kleiner Adeliger jederzeit von seinem Lehensherrn aufgerufen werden kann, ihm in den Kampf zu folgen. Komplett mit einem entsprechenden Tross, natürlich. Was weiter bedeutet, dass der kleine Adelige seine Leute zusammensammelt, die oft genug im wahrsten Sinne des Wortes SEINE Leute (also als Leibeigene sein Besitz) sind und die es sich daher genauso wenig aussuchen können, ob sie nun mitkommen wollen oder nicht.

Auf diese Weise wird auch ein Konflikt, der weit weg stattfindet, nur allzu schnell konkret, komplett mit Auswirkungen auf das tägliche Leben.

Kommen wir also zu den Schwierigkeiten, an denen der römisch-deutsche Kaiser zu knabbern hatte.


Italienische Probleme

Bevor ich jetzt weiter mache, ein kleiner, notwendiger Exkurs zum Thema Reisekaisertum.

Die Burg Trifels, eine der wichtigsten Burgen der Stauferzeit.
Die Burg Trifels im heutigen Rheinland-Pfalz (Deutschland) – eine der wichtigsten Burgen der Stauferzeit. Hier war unter Heinrich VI, dem Sohn und Erben Barbarossas eine Zeitlang Richard Löwenherz gefangen.
(Bildquelle: Wikimedia Commons)

Im Gegensatz zu späteren Jahrhunderten ist die Herrschaft im 12. Jahrhundert noch eine sehr persönliche Sache. Der König oder Kaiser – oder ein sonstiger Herrscher - muss präsent sein, möglichst in persona und möglichst SICHTBAR für die Untertanen. (Daher auch die Bedeutung von Kleidung zu dieser Zeit. Zu dem Thema empfehle ich übrigens das wunderbare Buch „Die Wahl des Gewandes – Mode, Macht und Möglichkeitssinn“ von Jan Keupp)

Der Herrscher muss also DA sein. So oft wie möglich. Bei der Größe des Römisch-Deutschen Reiches und bei den damaligen Reiseumständen eine echte Herausforderung.

Um es kurz zu machen: Im Prinzip bringen Friedrich und sein gesamter Hofstaat den Großteil ihres Lebens auf Reisen zu. Der Tross des Herrschers zieht von einer Pfalz (die ‚Niederlassungen‘ des Kaisers) zur anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Kloster zum anderen …

Kann der Kaiser aber doch nicht persönlich da sein, muss sein Siegel reichen. Es zeigt ein Abbild des Kaisers und gilt daher so viel wie seine persönliche Anwesenheit.

Aber zurück nach Italien:

Das Siegel Kaiser Friedrich I. Barbarossa
Das Siegel von Kaiser Friedrich I. So eines oder ein ganz ähnliches wurde von den Mailändern in aller Öffentlichkeit zerbrochen.
(Bildquelle: Wikimedia Commons)

Das nördliche Italien, auch die Lombardei, gehört zu diesem Zeitpunkt schon eine lange Weile zum Herrschaftsgebiet der Römisch-Deutschen Kaiser. Das Problem dabei ist nur: durch die vielen Streitigkeiten um die Herrschaft (gerade auch durch den Investiturstreit), die vor Barbarossa das Reich beschäftigt haben, hat sich einfach keiner um die Region gekümmert.

Die lombardischen Städte sind also, als Barbarossa seine Herrschaft antritt, daran gewöhnt, für sich selbst zu sorgen, sich selbst zu regieren, das eigene Recht auszuüben. Dadurch sind in den Jahrzehnten vor Barbarossa so etwas wie Stadtstaaten in der Region entstanden.

Als der Kaiser eine Streitigkeit zwischen Lodi und Mailand beenden will, in dem er einen Erlass mit seinem Siegel an die Mailänder schickt, wird dieses Siegel – das ja für den Kaiser höchstpersönlich steht(!) - von den Führern der Stadt in aller Öffentlichkeit auf den Boden geworfen und zertrampelt.

Und DAS kann der Kaiser natürlich nicht einfach so auf sich sitzen lassen.

Insgesamt gab es sechs Italienzüge, wobei ‚Zug‘ nicht mit ‚Feldzug‘ verwechselt werden darf. Es heißt lediglich, dass der Kaiser da hingereist ist. Aber wenn man bedenkt, wie verdammt weit das ist, wie beschwerlich so eine Reise über die Alpen, wird schon klar, dass man sowas nicht macht, weil es grade so lustig ist.

Die Italienpolitik ist also ein großes Thema, das Friedrich immer wieder zu einer solchen, beschwerlichen Reise zwingt – eben nicht zuletzt um den lombardischen Städten auf die Finger zu klopfen.

Die ganze Geschichte, wer mit wem was wann ausgemacht, ausgekämpft, durchgesetzt hat, sich unterworfen, wieder aufbegehrt, besiegt, gewonnen, verhandelt hat, etc … auch das ist etwas, das ich hier nicht genau auflisten möchte. Das wäre ein ganz eigener Artikel, in dem auch Karten und genaue Zeittafeln nicht fehlen dürften. Diese leidige Sache ist nämlich eine äußerst komplexe Angelegenheit mit vielen Mitspielern und hat sich mehrere Jahrzehnte hingezogen. Belassen wir es dabei zu sagen, dass der Lombardische Städtebund ziemlich gelitten hat, aber dass eine gewisse Unabhängigkeit am Ende doch anerkannt wird. Barbarossa musste jedenfalls in der Schlacht von Legnano eine schwere Niederlage hinnehmen, die auch Auswirkungen hatte, die über Italien hinaus reichten (siehe Auseinandersetzungen mit Heinrich dem Löwen und Papst Alexander)

Mit dem Frieden von Konstanz 1183 werden eine Reihe alter Rechte bestätigt, allerdings müssen die Städte auch Abgaben leisten und erkennen natürlich die Oberherrschaft und auch die oberste Gerichtsbarkeit des Kaisers an.

Jene Auseinandersetzung ist übrigens in dieser Gegend in Norditalien bis heute ein Thema. Es hat die Geschichte der beteiligten Städte geprägt und auch deren Entwicklung stark beeinflusst.

Mehr dazu kann man in der Wikipedia nachlesen: Friedrich I. Barbarossa und Lombardenbund (Lega Lombarda)


Die Bischöfe Roms haben eigenen Ideen

Und dann sind da die Päpste.

Papsttum und Kaisertum waren sich ja schon in der Zeit vor Barbarossa das eine oder andere Mal nicht wirklich grün. Die Stichworte sind hier Investiturstreit und Gang nach Canossa. Mit dieser schönen Tradition will man offensichtlich auch unter der Herrschaft Friedrichs I. nicht brechen.

Dabei verlaufen die ersten Kontakte des neuen Kaisers mit dem Papsttum friedlich. Der Kaiser verspricht im Vertrag von Konstanz dem Papst Eugen III, dass er Rom als Stadt für den Papst zurück gewinnt (es gibt da einige Quereleien mit der Bürgerschaft) und dass er die Normannen vertreiben wird, die dem Papst im Süden immer wieder einmal auf die Füße treten. Dafür steht der Papst für das Kaisertum ein und unterstützt den Kaiser in seiner Macht.

Als Barbarossa 1155 zum ersten Mal, zu seiner Krönung, nach Rom kommt, verläuft dieses erste Treffen mit dem Papst – mittlerweile ist es Hadrian IV - zwar nicht ganz ordnungsgemäß, aber doch gut. Barbarossa wird wie geplant zum Kaiser gekrönt Und darf sich am gleichen Tag noch mit den römischen Bürgern prügeln. Kurz darauf muss er sich wegen der Hitze und Versorgungsproblemen aber aus Rom zurückziehen. Sprich: Er kann noch keine der Bedingungen erfüllen, die er im Vertrag von Konstanz versprochen hat.

Dummerweise versöhnt sich dann der Papst mit den Normannen, was wiederrum Barbarossa nicht passt, weil er dadurch seine Herrschaft in Süditalien gefährdet sieht. Der Kaiser betrachtet nun seinerseits die Taten des Papstes als Vertragsbruch, weil dieser die „Ehre des Reiches“ nicht gewahrt, ihn also nicht in seinem Machtanspruch unterstützt hat..


Zwei Päpste für einen Stuhl

Dann stirbt Hadrian IV und ein neuer Papst muss gewählt werden: Durch diverse Streitigkeiten um Macht und Ansprüche kommt es zu einer Doppelwahl und Rom hat – wieder einmal – zwei Päpste.

Friedrich will Viktor IV, weil der seine Machtansprüche anerkennt.

Andere, zum Beispiel, die Könige von England und Frankreich, wollen Alexander III, weil der die Machtansprüche NICHT anerkennt. Der Kaiser ist mit diesem Herrn schon früher, in dessen Eigenschaft als päpstlicher Legat recht unangenehm zusammengekracht. Die beiden mochten sich wohl nicht besonders. Alexander III. exkommuniziert Friedrich dann auch prompt, wirft ihn also mehr oder weniger aus der Kirche.

Auf Viktor IV folgt Paschalis III, der jedoch kaum noch politisches Gewicht hat. Friedrich unterstützt ihn trotzdem. Hauptsächlich, weil er nicht Alexander anerkennen will.

Auch hier will ich nicht sehr viel weiter ins Detail gehen, da auch dieser Konflikt recht ausufernd ist. Es muss aber gesagt werden, dass dieser Zwist auch innenpolitisch nicht ohne Konsequenzen geblieben ist und Barbarossa sich zeitweise nur mühsam gegen einige seiner Fürsten durchsetzen konnte.

Das Siegel Kaiser Friedrich I. Barbarossa
'Friedrich I. unterwirft sich Papst Alexander III.' Ausschnitt aus einem Bild des italienischen Malers Spinello Aretino (1345 - 1410)
(Bildquelle: Wikimedia Commons)

Am Ende ist es – so geht eine Geschichte – die Angst um das eigene Seelenheil, das Friedrich dazu bringt, mit Alexander III. Frieden zu schließen. Er war ja exkommuniziert und als in seinem Heerlager in Italien eine Seuche ausbricht und er seinen Tod fürchten muss, unterwirft er sich schließlich und wird von Alexander auch rasch wieder rehabilitiert.

Tatsächlich ist es wohl eher (oder auch) diplomatisches Kalkül und politische Notwendigkeit, die Friedrich zu diesem Friedenschluss bringen. Vor Allem wohl, weil Friedrich kurz davor die Schlacht von Legnano verloren hat und politisch geschwächt ist. Aber so oder so … die beiden Männer söhnen sich beim Frieden von Venedig 1177 aus.

Die genauen Vorgänge mit all den Verwicklungen, Botschaften, Missverständnissen, diplomatischen, politischen und persönlichen Umständen und Problemen ist hier nachzulesen: Papst Alexander III.

Und als hätte Friedrich I. südlich der Alpen nicht schon genug zu knabbern, macht auch noch die Familie Schwierigkeiten.

Weiter zum zweiten Teil

 

Borte (Seitenabschluß)