Gaudium zur Purg in Purgstall an der Erlauf

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Vorspiel

Purgstall kann gar nicht mehr besser werden ...

... das war unsere Meinung nach Ende des Festes 2007.

2008 hat sich einigen von uns dann die Gelegenheit geboten, schon am Dienstag anzureisen und damit noch einige Tage 'Mittelalter-Camping' zu betreiben. Kombiniert haben wir das Ganze mit einem Schulbesuch am Donnerstag und Schulklassen zu Gast in unserem Lager am Freitag.
Freitag Abend, Samstag und Sonntag gehörten dann dem Fest.
Abgebaut wurde bei uns am Montag erst.


Wetterwechsel

Das Wetter blieb uns fast die gesamte Zeit über gewogen. Die ersten Tage boten angenehme Temperaturen gut über 20 Grad, klare Nächte, kühle, dunstige Morgen und ein goldenes Spätsommerlicht, das meinen persönlichen Eindruck von Purgstall immer prägen wird.

Am Samstag kehrte der Hochsommer für einen Tag zurück und die Temperaturen stiegen auf über 30 Grad, während der Herbst am Sonntag mit Wolken, kühleren Temperaturen und schließlich Regen das Feld zurückeroberte.

Leider hielten sich die Platzregen auch am Montag noch, was für uns nasse Zeltplanen bedeutete. Zum Glück sind wir diesmal aber einigermaßen trocken geblieben.


Dienstag

On the Road again

Einpacken, einkaufen, transportieren, aufbauen, noch einmal transportieren (eine zweite Fahrt nach Linz war notwendig), weiter aufbauen, zwischendurch essen und schließlich einen gemütlichen Abend genießen. So könnte man den Dienstag zusammen fassen. Tina, Markus, René, Gregor und ich machten uns schon so früh auf den Weg um Purgstall voll und ganz genießen zu können.


Lagerplatz ... platz ... platz

Unser Lagerplatz lag diesmal am Ende des Parks, in einer kleinen Nische, die wir uns mit der Musikerbühne, der Bockschen Werkstatt, dem Bogenstand und den Töpfern teilten. Am Freitag kam dann - noch einmal etwas abgelegener zwischen den Bäumen - Ausfall dazu.

Auf der anderen Seite grenzte unser Lager an die ansässige Gastro - die 'Hanseba'. Nun könnte man annehmen, dass sich das unangenehm gestaltet hätte. Aber Hansi, der Besitzer der Bar und die Helfer an den Festtagen waren sowas von nett und freundlich, die Besucher dort zwar teilweise ziemlich angesäuselt aber friedlich und selten laut, dass wir uns auch nächstes Jahr sehr gerne dort niederlassen werden.

Dazu kommt, dass wir noch selten so viel Platz zum Aufbauen hatten. Die Organisatoren waren sehr großzügig und wir konnten uns diesmal wirklich in Ruhe die besten Plätze für unsere Zelte und die dekorativste Position für das Sonnensegel und die Möbel aussuchen.


Von Holz, Stroh und drei Lagen Papier

Wie immer war die Versorgung mit Stroh und Holz vorbildlich. Ebenso wie die sanitären Anlagen. In diesem Jahr war durch den Neubau der Hanseba sogar noch ein weiterer Toilettencontainer dazu gekommen. Für uns gerade einmal ein paar Schritte entfernt, holzverkleidet und auch dieses Jahr von einer sensationell netten Klofrau betreut.

'Unsere' Klofrau vom letzten Jahr war auch wieder dabei, hatte aber wieder auf den anderen Toilettencontainer zu achten. Marmelade haben wir trotzdem wieder bekommen – gemeinsam mit einer herzlichen Begrüßung und Umarmung am Beginn des Marktes und freundlichen Worten, wann immer wir sie getroffen haben.

Warmes Wasser und Markentoilettenpapier waren auch dieses Jahr eine Selbstverständlichkeit für die Veranstalter. Septembe hat mir sogar noch erklärt, sie hätte dieses Mal eine andere Marke ausgesucht, weil die vom letzten Jahr jetzt nur noch zweilagig wäre und sie auf jeden Fall dreilagiges Papier wollte.

DAS nennt man Einsatz. Würden sich doch nur alle Veranstalter so viele Gedanken machen ...


Zauberpark

Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man unter den Allerersten ist, die ein Lager aufbauen. Alles ist noch sehr ruhig - eine Stille, die gerade im lichtdurchfluteten Zauberpark von Purgstall ein besonderes Erlebnis ist.

Von Septembe vom Organisationsteam freundlichst empfangen, konnten wir uns mit dem Aufbauen ungewohnt viel Zeit lassen. Zugegebenermaßen war das auch notwendig, da wir ja nur zu fünft, bzw. zeitweise nur zu dritt aufgebaut haben. Wieder waren die drei Rundzelte mit, das große Sonnensegel und das gesamte Mobiliar. Ganz abgesehen von Lebenmitteln und Getränken für mehrere Tage und unserem privaten Gepäck, das in diesem Fall natürlich auch umfangreicher ausgefallen ist als sonst.

Trotzdem hatten wir beschlossen, uns diesmal einen Transporter zu sparen. Wir hätten den Transporter ja kaum über die gesamte Zeit behalten können, hätten ihn also noch am Dienstag zurückbringen müssen, wodurch eine zweite Fahrt nach Linz ohnehin notwendig gewesen wäre.

So verbrachten wir also einen arbeitsamen aber insgesamt ruhigen Dienstag, der in viel Bier für René, Tina und Markus und in langen Lagerwachen-Gesprächen für mich und Gregor ausklang. (Und nein, die drei waren nicht betrunken - ehrlich nicht. Und außerdem war Kurt von der Parkverwaltung schuld, bei dem man immer noch ein Corona trinken musste. Die Armen.)


Mittwoch

Wasserlauf

Der Mittwoch gehörte unserem Sonnensegel. Von Tina, Markus und mir liebevoll doppelt genäht, hatte es im Laufe dieser sehr feuchten Saison dann doch die gesamte Imprägnierung verloren. Was blieb uns also anderes übrig als es irgendwie wieder wasserdicht zu machen?

Mit Hilfe von Pinsel (wenig erfolgreich) und Sprühflasche (etwas besser) haben wir also die neue Imprägnierung aufgetragen. Genug Platz war in Purgstall ja vorhanden und wir konnten das frisch imprägnierte Segel dann auch gleich aufstellen und am Sonntag Abend auch gleich testen. Leider war die Sache nicht sehr erfolgreich. Wir müssen uns wohl noch einmal nach anderer Imprägnierung umsehen und das noch einmal versuchen. Zum Glück hatten René und Markus kurz vor dem Markt noch die Mittelstangen verlängert, so dass das Segel jetzt viel steiler abgespannt werden kann. Auf diese Weise läuft das Wasser - auch wenn es durchdringt - an der Innenseite ab, statt nach unten zu tropfen.


Auf den Hund gekommen

Abends gabs Puteneintopf mit Hundebeteiligung.
Äh - nein. Blöd formuliert.
Die Hunde waren nur insofern beteiligt als dass drei davon durch unser Lager getobt sind, immer wieder einmal die Nasen Richtung Putenfleisch gedreht haben und sich einer mitten in der Nacht über unsere Abfälle hergemacht hat. René musste den Übeltäter vertreiben und den Müll zusätzlich sichern. Am nächsten Morgen habe ich dann unsere Putenfleischverpackung am Lagerrand wieder gefunden.


Donnerstag

Schultag

Tina, Markus, René und Gregor machten sich auf den Weg ins benachbarte Oberndorf um der dortigen Hauptschule einen Besuch abzustatten (siehe dazu auch unser Bericht zum Schulbesuch in Oberndorf). Ich hatte inzwischen Lagerwache und konnte meinen Leinenschleier fertigsäumen.

Die Schüler hatten viel Spaß, ebenso wie unsere Leute. Und die Lehrer waren - den Berichten nach zu schließen - durchwegs begeistert. Auch das ist ein Programmpunkt, den wir nächstes Jahr gerne wieder aufgreifen werden.


Zuwachs

Nachmittags trafen dann Sabine und Benjamin ein. Komplett mit Grillrost und entsprechendem Vereinsfutter.
Da die beiden sich ja nur bei Gregor im Zelt einrichten mussten, war der Einzug schnell erledigt und wir konnten zum gemütlichen Teil übergehen.

Markus baute auch diesmal wieder einen funktionierenden, formschönen Grill. Irgendwie schafft er das immer aus Zeug, das herumliegt. In Aggstein Steine, in Purgstall Äste. Wahrscheinlich könnte er auch einen aus Grashalmen und Moos bauen ...


Wuff!

Und wieder Hunde. Viele. Einer davon hat fast unsere Abspannungen beim Herumtoben herausgerissen. Daraufhin haben wir beschlossen, jemandem von der Organisation Bescheid zu geben, damit die Hunde besser beaufsichtigt werden.

Nur um das noch einmal klar zu machen: Die Tiere waren allesamt ausgesprochen friedlich und keinesfalls irgendwie bedrohlich. Aber auch Hundehaufen neben dem Zelt, durchwühlter Müll und herausgerissene Abspannungen sind lästig und ärgerlich.

Ein kurzes Gespräch mit Septembe am nächsten Morgen löste das Problem fast von einer Minute auf die andere. So stellt man sich ein engagiertes Organisationsteam vor. Immer ein offenes Ohr, freundliche Worte und - vor allem - schnelle und effektive Taten. Ein ganz, ganz großes Kompliment!

Und auch die Hundehalter waren alle einsichtig. Man musste sie halt nur daran erinnern, dass sie auch im Purgstaller Park ihre Lieblinge nicht unbeaufsichtigt lassen können.


Freitag

Nicht nur Kinder brauchen Erziehung

Schon am Donnerstag konnten wir das Eintreffen und die Aufbauarbeiten vieler Gruppen und Händler beobachten, was sich am Freitag dann natürlich noch einmal verstuml;rkte.

Die regen Tätigkeiten auf dem Gelände hielt die lokale Volksschule aber nicht davon ab, am Vormittag - also noch vor Marktbeginn - eine Exkursion auf das Gelände zu machen. Man hatte uns und noch einige andere Gruppen gebeten, doch ein paar Dinge zu erklären und vor zu führen. Natürlich haben wir auch das gerne getan und uns über das rege Interesse der Kinderschar gefreut. Aus dem 'etwas erklären' wurden denn auch für die verschiedenen Gruppen längere Vorträge und kurze Schaukampfeinlagen von Benjamin und René.

Ein kleiner Wermutstropfen war dabei vielleicht das Verhalten einer Lehrerin, die uns wohl als so eine Art Unterhaltungsmaschinen betrachteten und mit den uncharmanten Worten "Wir haben gehört, hier gibts was zu sehen." ankam. Als René, der gerade noch etwas trinken wollte, nicht sofort anfing zu reden, folgte ein ungeduldig-brüskes "Ich hab gedacht, hier wird was erklärt!"

Aber alles in allem war es ein lustiger Vormittag mit vielen Versprechen von Seiten der Kinder am Wochenende wieder zu kommen. Und wir freuen uns drauf,diesen Programmpunkt für die Schule in Purgstall im nächsten Jahr zu wiederholen.


Full House

Am Freitag Nachmittag dann endlich Marktbeginn.

Meine beiden Neffen Michael und Alexander gesellten sich zu unserer Runde, ebenso wie Stefan sowie Alex, Sabine und Philip von den Getreuen zu Pleyen. Letztere hatten beschlossen für die Dauer des Marktes ein Zelt in unserem Lager aufzustellen und uns Gesellschaft zu leisten.

Am Freitag ging es also in unserem Lager recht fröhlich zu.


Freiwillige vor!

Die erste Gerichtsverhandlung war mit der fleißigen Hilfe der beiden Pleyner Herren ein humoristisches Highlight mit Alex als besoffenem Baumeister mit einem pleyner-geeichten Maßstab und Philip als Hauseigentümer mit zu hoher Türschwelle.

Überhaupt scheint die Gerichtsverhandlung ein Eigenleben zu entwickeln. Dies war der erste Markt, auf dem die Leute sich bei uns gemeldet haben, weil sie gerne mitspielen wollten. Schon in Golling haben wohl einige Spielhungrige Markus darauf angesprochen.

Wir sind stolz darauf, etwas Außergewöhnliches bieten zu können und noch stolzer auf die Anerkennung aus der Szene.


Der neue Trend aus Amerika: Extreme-Im-Dunkeln-Koching!

Käsespätzle für 13 hungrige Mäuler und ein Kessel voll Wasser, der sich weigerte zu kochen, sorgten dafür, dass Tina und ich ebenso reichlich zu tun hatten und wieder einmal das Kochen im Dunklen praktizierten. Mein kleiner Neffe Alexander erwies sich dabei ebenso hilfreich als 'Beleuchter' wie Michael als 'Käse-in-den-Topf-werfer'.
Am Freitag tauchte dann auch pünktlich noch unsere liebe Nina auf, mit Esteriell, Alysa und Thorgrim aus dem Mittelalter-Treff-Forum. Schon nett, so ein Fanclub (fühlt euch geknuddelt!).


Samstag

Verhandlungen und heiße Phasen

Der Samstag begann warm und wurde zu einem sehr heißen Tag. Laut Talamir von der Organisation ist der Samstag traditionell besucherschwächer als der Sonntag, aber ich denke, dass auch die brütende Hitze die Leute eher ins Bad gelockt hat als zum Fest.

Wobei ich nicht den Eindruck erwecken will, es wäre nichts los gewesen – das war ganz sicher nicht der Fall. Aber wir hätten uns für die Veranstalter noch mehr Leute gewünscht.

Michi, auf die wir viel zu lange verzichten mussten, ist am Samstag auch zu uns gestoßen um das restliche Wochenende mit uns zu verbringen. Es war sehr schön, sie wieder einmal in unserer Runde zu haben – Michientzug ist nicht sehr lustig!

Natürlich kamen wir auch Samstag unserer Pflicht und Freude nach, eine Gerichtsverhandlung abzuhalten. Allerdings mussten wir diesmal ohne Alex von den Pleynern auskommen. Dafür war aber Philip noch da und auch wunderbar besoffen in seiner Rolle (ob auch außerhalb davon kann ich nicht beurteilen ...)

Talamir kam uns dann als Falschspieler oder besser falsch Spieler zu Hilfe, begleitet bzw. angeklagt von Lukas von Daidalos. Auch Ursus von den Vulpes Olentes tat uns wieder den Gefallen mitzuspielen und brachte diesmal noch Ariza mit, die ihm als Zeugin zur Seite stand.


Mein Name ist Hood – Robin Hood

Das Bogenschützenturnier kam diesmal auch nicht ohne uns aus. Stefan hatte sich dazu entschlossen mit zu machen – er hat sich, Berichten zufolge, tapfer geschlagen. Doch am Ende ... wir sind sicher, dass, gerade als er schießen wollte, ein böser Geist in seinen Bogen fuhr und den meisterlichen Schuss zunichte machte. Das nächste Mal erwarten wir einen überragenden Sieg, 'Robin' als zweiten Vornamen und diverse gespaltene Pfeile der Konkurrenten.

Ich persönlich bedanke mich bei Stefan für das Bogenschießtraining hinter unserem Lager. Denn so böse meine Feder hier auch ist, ICH war nicht diejenige, die den Mut hatte, beim Turnier mitzumachen.


Englischer Greif und andere Besucher

Auch Andy tauchte im Samstag in unserem Lager auf. Begleitet von seinem früheren Kampflehrer Griffin aus England und weiteren Freunden. Das anschließende Training mit Griffin war für alle eine spannende Möglichkeit, einen Könner zu beobachten. Laut Andy hat seinen Gästen auch der Markt sehr gefallen und man hat sich in unserem Lager und beim Training wohl gefühlt. Das freut uns natürlich besonders und wir hoffen, dass dieser Besuch nicht der letzte war.

Weiterer Besuch: Mike, Julia und Laura. Unserem kleinen Vereinsnachwuchs geht es erfreulich gut und wir hoffen, dass wir sie schon bei ihrem ersten Marktschnuppertermin angesteckt haben.


Unserer war grün mit einem Frosch!

Nebenher standen wir auch für die Rätsel-Ralley zur Verfügung. Die Leiterin der Volksschule von Purgstall hatte für Kinder und Erwachsene Fragen gesammelt, die dann bei den jeweiligen Lagern und Händlern beantwortet werden mussten. Dafür erhielt man dann auf einem Zettel einen Stempel. Mit dem vollständig abgestempelten Zettel konnte man sich dann seinen 'Ritterschlag' und eine Urkunde abholen. Die Idee fanden wir sehr nett. Vor allem, weil es eine weitere Möglichkeit ist, Besucher und Akteure einander näher zu bringen.

Wir hätten uns nur eine etwas ambientetauglichere Lösung für die Fragezettel und die Stempel gewünscht. Bei all der Mühe, die Talamir, Septembe und Kurt in das Fest gesteckt haben, hätte doch auch von der Schule noch etwas Passenderes als weiße Zettel und quietschbunte Stempelchen möglich sein müssen. Schon die Kopien auf pergamentfarbiges Kopierpapier zu machen hätte geholfen. Und statt Stempel könnte man das nächste Mal vielleicht Rindenbleistifte zum Abzeichnen der Fragen ausgeben. Die kosten nicht viel und sehen auf jeden Fall besser aus.

Der Samstag ist sehr schnell an uns allen vorbeigerauscht. Im Nachhinein wusste keiner mehr, wo denn der Tag geblieben ist. Einige von uns haben den Tag dann auch im Zuber beendet, während andere 'Fernlagerwache' von der benachbarten Bockschen Werkstatt aus gehalten haben. Nina und Alysa durften als Unter-untermieter die Nacht in Philips Zelt verbringen.


Sonntag

Krisenmanagement

Sonntags wurden wir gleich von mehreren schlechten Nachrichten eingeholt:
Philip musste Sonntag früh, vor Marktbeginn bereits fahren und Tina war in der Nacht von Samstag auf Sonntag von einem Magen-Darm-Virus überfallen worden.

Wir mussten also als Erstes eine Krisensitzung abhalten und Ersatz für beide finden. Robert von Aham erklärte sich bereit, bei dem Fall mit der zu hohen Tür einzuspringen. (Ich hoffe immer noch, dass ich ihn nicht zu sehr überfahren habe ....) Und Markus musste schließlich an Tinas Stelle das Gottesurteil im Fall 'Schlachtroß oder Ackergaul' ausfechten.

Mit der Lautstärke hatten wir in diesem Jahr kein so massives Problem wie im letzten. Die Gerichtsverhandlung wurde nicht auf einer Bühne abgehalten sondern mitten unter den Leuten. Die Nähe hat – wie auch schon in Traun – viel dazu beigetragen, dass die Sprecher besser gehört wurden.

Wichtig ist bestimmt auch, dass weiterhin neue Fälle dazu kommen. René hat sich in Purgstall für eine humoristischere Variante der Fälle entschieden, was gut ankam. In Zukunft werden wir wohl eine Mischung anstreben, die wir je nach Wunsch des Veranstalters in die eine oder andere Richtung anpassen können.

Patrick und Claudia haben uns am Sonntag besucht und einige Stunden auf dem Markt verbracht. Sie waren dann auch so nett, unsere angeschlagene und leintuchblasse Tina mit nach Linz zu nehmen, damit sie sich ausruhen konnte.


Abbau-Blues

Der Sonntag endete leider in Regen und Kühle. Die letzte Marktstunde wurde im wahrsten Sinne des Wortes weggewaschen und viele Gruppen mussten im Nassen abbauen.

Auch wir schrumpften wieder. Stefan machte sich auf den Weg nach Hause, wie auch Benjamin und Sabine. Michi hatte sich entschlossen, noch bis Montag zu bleiben und uns Gesellschaft zu leisten. Markus, Gregor, René, Michi und ich beobachteten also den ersten Regentest unseres Sonnensegels. Talamir und Kurt schauten noch vorbei um sich zu verabschieden und blieben dann auch noch eine Weile. Hansi von der Hansebar lud uns ein, uns bei übrig gebliebenen Stelzen, Fleischknödeln und Kraut zu bedienen, was wir dann auch getan haben. Michi füllte für uns eine ganze Schüssel an – es war ihr wohl ein Bedürfnis uns wenigstens auf diese Weise einmal mit Essen zu versorgen. Ihrer Pflicht als Lagerköchin musste sie diesmal ja nicht nachkommen – offensichtlich hat ihr das irgendwie gefehlt.

Der Sonntagabend war – wie am Ende eines Markes eigentlich immer – ein wenig gedämpft. Der Höhepunkt der Woche war vorüber und das Wetter schlecht. Trotzdem haben wir es geschafft an diesem Abend noch in einer gemütlichen Runde zusammen zu sitzen.


Montag

Die Wolke hat auf unser Zelt gepinkelt!

Das Abbauen am Montag gestaltete sich so langwierig wie das Aufbauen. Unsere Zelten waren über Nacht und im Laufe des Vormittags wieder getrocknet und wir hatten uns schon darüber gefreut, die Planen normal einlagern zu können. Dummerweise war das Wetter nicht unserer Meinung und so folgte ein Platzregen auf den anderen, gerade als wir damit begonnen hatten, die ersten Heringe herauszuziehen. Nunja – damit muss man bei unserem Hobby leben.

Alles in Allem waren der Markt und die Woche davor ein einmaliges Erlebnis, das wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholen möchten.


DANKE!!

Ganz wichtig:
Wir möchten uns noch einmal bei allen bedanken, die nicht zu unserem Verein gehören und die uns trotzdem tapfer und mit Leidenschaft bei der Gerichtsverhandlung unterstützt haben und in diverser Rollen geschlüpft sind!
Wir bitten um Applaus für:
Talamir von den Viatores die Wanderer (in Purgstall in seiner Eigenschaft als Organisator)
Alexander und Philip von den Getreuen zu Pleyen
Ursus und Ariza von den Vulpes Olentes
Lukas von der Gruppe Daidalos
Robert von Aham

Christa Schwab, 16.9.2008

 

Borte (Seitenabschluß)