Wintertraining auf Burg Stauf

22.2.2009


Training der etwas anderen Art

Ein Training der etwas anderen Art erwartete einige Unermüdliche an einem Sonntag im Februar. Als wir den Ausflug drei Tage vorher planten, wollten wir vor allem den schönen Anblick der Burgruine Stauf im Schnee genießen. Daraus wurde ein Ausflug zu einer verwunschenen Ruine im Schneesturm.


Anmarsch

Es war am Sonntag Mittag, als wir uns gut gelaunt und wohl gerüstet aufmachten, um die Burg zu erklimmen. Die im Wesentlichen erhaltenen Reste der Ruine Stauf (in manchen Quellen auch Stauff genannt) sind nur über einen Forstweg nach einen Aufstieg von ca. 300 Höhenmetern und 45 Minuten zu erreichen - und zwar ausschließlich per Pedes.

Durch den tief verschneiten Wald auf dem Weg zur Burgruine Stauf.
Durch den tief verschneiten Wald auf dem Weg zur Burgruine Stauf.

Wir, das waren René, Andreas, Gregor und ich (Stefan) von Via Nostra, sowie Peter, ein Gast von den Cognatio Draconis.

Also machten wir uns auf und fanden einen Parkplatz am Ski-Lift St. Agatha. Dort rüsteten wir uns mit den letzten Details wie Helm, Waffen und Umhängen, um den zunächst noch gut geräumten Weg anzugehen. Die ersten fünfhundert Meter bis zum letzten Haus am Fuß des Burghügels ging es also noch recht beschaulich und zügig voran. Dafür boten wir den Gästen des gut besuchten Skilifts eine gewiss ungewöhnliche Abwechslung. Nicht mal im Sommer sieht man dort alle Tage gewappnete Ritter.

Dann begann der tief verschneite Pfad, stellenweise kaum zu erkennen und unberührt. Im Laufe unseres Aufstiegs kamen wir uns sehr mittelalterlich vor. Rückblickend kann man wohl sagen, dass wir allein mit dem Aufstieg nicht nur unser erstes Ziel (die Burgruine), sondern auch gleichzeitig unser zweites Ziel (viiiiieeeeel Konditionstraining) erreicht hatten.

Burg Stauf im Winter.
Burg Stauf im Winter.


Auf der Burg

Was danach kam möchte ich hier nur kurz anreißen, die Fotos sprechen da wohl für sich. Allein die Überreste der Burg in Schneegestöber und stürmischem Wind waren den Besuch wert. So folgte nach der Ankunft auch zuerst eine Besichtigung der Ruine, die uns an diesem Tag als erste Besucher begrüßte, wie man an nicht vorhandenen Spuren im Schnee erkennen konnte. Anschließend rauf auf den Turm, Aussicht genießen und "Poser-Fotos" machen. Dazu möchte ich noch erwähnen, dass ein bitterkalter Wind blies, nicht nur auf dem Turm, sondern auch auf dem Platz vor der Stauf, auf dem wir im Anschluss ans Turm-Posen fleissig trainierten.

Auf den Bildern sieht man sehr schön die Paarungen, die Schwarzen beisammen, die Bunten für sich. Gleich und Gleich gesellt sich halt gern. Bei diesem Training gab es gleich noch die Kür von Andi und Gregor, die einen spontanen Schau-Freikampf absolut publikumstauglich in Szene setzten.

Nach einem Blick auf die Uhr und der überraschenden Erkenntnis, wie schnell die Zeit doch unbemerkt davon gelaufen war, machten wir uns auf dem selben Weg, wie zuvor hinauf, jetzt herunter und schafften ihn in 30 Minuten.


Wiederholungen sind geplant

Ganz spurlos ging dieser Tag nicht an uns vorüber, wie die beiden Vorher-Nachher-Fotos gut zeigen:
Die Teilnehmer vor dem Training.   Die Teilnehmer nach dem Training.

Abschließend kann man aber sagen,

  • dass es viel Spaß gemacht hat
  • dass Training im Schnee wirklich funktionieren kann
  • dass unsere Gewänder wintertauglich sind
  • dass wir die darauf folgende Nacht sehr gut schliefen und
  • dass wir diese Ausflüge in Zukunft ca. alle 6 bis 8 Wochen wiederholen wollen, allerdings mit wechselnden Zielen.

Eine Nachahmung kann ich jedem Interessierten nur wärmstens empfehlen.

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Stefan Ruland, 27.2.2009

 

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